11.08.2020

Bund erleichtert Nutzung erneuerbarer Energien

Bauherren haben zukünftig deutlich mehr Spielraum, die Energieeffizienz ihres Gebäudes durch alternative Energien zu verbessern. Dies ergibt sich aus dem durch die Bundesregierung im Juli beschlossenen Gebäudeenergiegesetz (GEG), das voraussichtlich im November 2020 in Kraft tritt. Zum einen wurden die Anrechnungsdeckel für PV-Anlagen in erheblichem Maß angehoben. In Gebäuden mit einer Photovoltaik-Anlage ohne Batteriespeicher können anstelle der ursprünglich vorgesehenen 20 Prozent dann 30 Prozent der erzeugten Solarenergie als erneuerbare Energie auf den Jahresprimärenergiebedarf eines Gebäudes angerechnet werden. Für Gebäude mit PV-Anlage und Batteriespeicher wurde die Anrechenbarkeit sogar auf 45 Prozent angehoben. Die Berechnungsgrundlage für die Größe einer auf dem Dach eines mehrgeschossigen Wohngebäudes installierten PV-Anlage wurde ebenfalls verändert: Wurde die Mindestanlagengröße bislang anhand der gesamten Gebäudenutzfläche ermittelt, kann nun eine Bereinigung um die Geschossanzahl erfolgen. Somit dürfen künftig auch kleinere PV-Anlagen auf die Energiebilanz des Gebäudes angerechnet werden. Außerdem müssen Selbsterzeuger Ihren Strom nicht mehr ausschließlich direkt im Haus nutzen, sondern können ihn auch gebäudenah, etwa für das Laden von Elektrofahrzeugen in der Garage oder auf dem Carport, einsetzen. Die Wallbox lässt sich übrigens problemlos in ein KNX-System integrieren: So sind E-Mobility-Nutzer immer über den Ladezustand und die Reichweite ihres Elektrofahrzeugs informiert.